Meine Bestimmung

Ich habe keine Lust mehr falsch zu sein. Zu dick, zu unordentlich, zu langsam, zu müde, zu unmotiviert, ohne zu wissen was meine ‚Bestimmung‘ ist, zu viel Geld ausgebend, ach die Liste ist endlos.

Ich schaue nach wie vor mein Leben durch diese Brille an. Was ist nicht gut genug, was soll verbessert werden? Denn dann, dann wird es mir endlich gut gehen. Weiterlesen

Atmen, essen, bewegen, ruhen

Ich habe etwas tolles gemacht, ich habe mir eine TCM-Beratung nach den fünf Elementen gegönnt.

Angefangen hat es damit, dass ich mich fast immer nach dem Essen unwohl gefühlt habe und überhaupt nicht mehr wusste was ich essen soll, ich hatte auf nichts wirklich Lust.

Die fünf Elemente habe ich schon vor über 25 Jahren entdeckt, da es mir aber damals nur ums Abnehmen ging und sie nicht den gewünschten schnellen Erfolg brachten, bald wieder beiseite gelegt. Weiterlesen

Irgendwie anders

Ich bin zwischen den Welten. Seit wir zurück sind aus Dänemark ist es anders. Erst der Ärger hier und völliges Unverständnis bei den Beteiligten, dann das Haus an der Nordsee, dass uns so gefällt aber das irgendwie unerreichbar erscheint, dann die Angst es könnte erreichbar sein und wir würden wirklich alles neu starten. Woanders hin gehen.

Sobald es wieder darum geht wegzuziehen geht es mir immer so. Ich verliere die Verbindung, ich fühle mich kontaktlos, als hätte ich keinen Platz mehr. Der alte ist nicht mehr, der neue noch nicht da. Vielleicht ist es das was mich bisher immer gehalten hat. Ich will das Gefühl loswerden, dieses Gefühl, und entscheide mich fürs Bleiben. Weiterlesen

Bauchatmung

In den ersten Tagen wurde ich noch vom Geist des Neuen getragen, es war leicht mich zu spüren und auch was mir gut tut und was nicht, was mich stärkt und was nicht.

Nun gerät das zunehmend in den Hintergrund. Neben dem Leben mit fünf Kindern in einem Ferienhaus, keine Rückzugmöglichkeit, Berge von sandiger Wäsche und jede Menge Haushaltskram zu erledigen, geht es immer mehr ums nackte Überleben. Verbindung weg.

Da fiel mir eine Übung von Geneen Roth ein, die Bauchatmung. Klingt erstmal nicht besonders neu, aber beim Lesen ist mir aufgefallen, dass ich mich bei all den Atem- und Körperwahrnehmungsübungen, die ich so mache, nie länger im Bauch aufhalte, der Bauch ist ja für mich der ungeliebteste Körperteil. Weiterlesen

Innere und äußere Motivation

Ich kann inzwischen beides spüren, die äußere und die innere Motivation.

Die äußere ist der kopf- und schamgesteuerte Wunsch dünn zu sein und fit auszusehen. Hauptsache ich muss mich nicht für mein Aussehen schämen, was ich aber tue, natürlich. Also kommen aus der Härte und dem Selbsthass immer neue Pläne zustande, wie ich endlich abnehmen könnte und welchen Sport ich machen müsste, damit es endlich klappt. Vorsätze, die nie lang Bestand haben und deren unabwendbare Nichtbefolgung mich wieder in die Hoffnungslosigkeit und in die Selbstvorwürfe katapultiert.

Und dann gibt es noch die innere Motivation, der Wunsch mich wohl zu fühlen, gespeist von der Liebe zu meinem Körper, bei dem es nur darum geht, meinen Körper zu respektieren und gut zu behandeln und ihm das zu geben was er braucht, ohne ein bestimmtes Aussehen als Ziel zu haben, sondern nur aus dem tiefen Wunsch heraus ihn gut zu behandeln, ihn zu hegen und zu pflegen. Weiterlesen

Beten

Seit ich auf die Thin Within Skala achte und bei Essdruck bete, ja, um Hilfe bete, läuft es viel besser. Das Gewicht geht das erste Mal seit Jahren nach unten. Danke!

Es ist für mich eine Riesenentlastung um Hilfe von oben zu beten anstatt den Anspruch zu hegen alles alleine zu schaffen. Die Realität hat mich eines besseren belehrt. Was auch immer ich gemacht habe, ich schaffte es einfach nicht.

Es ist einfach nicht machbar für mich alles alleine zu lösen, manches ist einfach größer als ich, hier kann nur Gott helfen.

Ich bete um alles, ich bete darum meinen Hunger richtig einzuschätzen, ich bete darum mich nicht zu überessen, ich bete um Hilfe bei Essdruck. Und ich bekomme sie. Weiterlesen

Salat vom gegrillten Paprika

fertig

Der süßlich rauchige Geschmack des gegrillten Paprika bleibt voll erhalten bei diesem minimalistischen Salat. So esse ich den Paprika am allerliebsten.

Passt zu allem und ist leicht zu machen. Weiterlesen

Chiftele – rumänische Fleischpflanzerl

fertig

Diese Fleischpflanzerl sind eigentlich Fleisch-Gemüse Pflanzerl, sind eher klein und innen ganz zart. Ich folge bis heute noch dem traditionellen Rezept, es gab für mich keinen Grund etwas zu ändern.

Seit meiner Kindheit gehören sie zu meinen absoluten Lieblingsgerichten, und auch heute noch haben sie starkes Suchtpotential.

Gott sei Dank sind sie recht aufwendig in der Zubereitung, also gibt es sie bei uns höchstens zwei Mal im Jahr. Weiterlesen

Gefülltes Pfannenbrot – Fladenbrot

fertig

Das ist ein herrlich vielseitiger Grundteig, aus dem man alles machen kann. Ich nehme immer wieder anderes Mehl, Dinkel, Roggen, Vollkorn, alles funktioniert.

Meine Oma hat daraus Brot auf dem heißen Stein gebacken, oder es wie Auszogne direkt im heißen Fett ausgebacken. Eine andere Variante zeige ich heute, das gefüllte Pfannenbrot. Und weil es ohne Füllung ein Fladenbrot ist, habe ich das gleich mitgemacht. Weiterlesen

Die Triade der Weltbeeinflussung: Kopf – Herz – Willen

Dass Herz und Kopf auf einer Linie sein müssen, damit der Mensch ausgeglichen und handlungsfähig ist, ist inzwischen ein anerkanntes Konzept. Was ich aber neulich gelesen habe, hat mich überzeugt, einer fehlt, es sind nicht zwei, sondern drei, die zusammenarbeiten müssen.

Der dritte Faktor ist der Willen. Wenn das Herz sich stark zu etwas hingezogen fühlt, der Kopf es auch als sinnvoll und gut einstuft, der Willen aber nicht bereit ist sich voll und ganz dafür einzusetzen, dann wird es nur bei Phantasiereisen bleiben.

Der Willen bringt das ganze in die Welt, in die Realität.

Das ist das ‚missing link‘. Mein Willen traut sich noch nicht so ganz sich zu entscheiden, sich voll einzubringen.

In der Bewegungsanalyse gibt es die Qualität der Kraft, das ist die Intention und Absicht mit der man die Welt beeinflusst. Oder eben nicht beeinflusst, wenn diese Qualität nicht ausgebildet ist.

Vor drei Jahren noch war sie bei mir praktisch nicht da, nun kann ich sie zuweilen abrufen, wenn es verlangt ist, freiwillig zeige ich sie aber nicht.

Die Kraft entwickelt sich im zweiten Lebensjahr, gekoppelt an die Entwicklung des eigenen Willens. Wird dieser blockiert, unterdrückt oder nicht beachtet, bleibt die Entwicklung stecken.

Was bedeutet das für mich?

Das Herz will unbedingt dünn sein, da ist ein starke Sehnsucht danach, der Kopf findet es auch notwendig, aus gesundheitlichen Gründen, nur der Willen sitzt zuweilen noch ein wenig abwartend in der Ecke herum und schaut ob nicht alles doch noch von allein passiert, ob nicht eine wundersame Begebenheit das Fett auf magische Art von meinem Körper wäscht.

Darauf kann ich lange warten, bzw. warte ich schon lange, scheint nicht zu passieren.

Die andere Variante, der Versuch mich mit meinem Gewicht abzufinden, habe ich auch schon versucht, klappt nicht. Der Willen wäre zwar dafür, muss er dann nicht mehr in Aktion treten, aber weder Herz noch Kopf können sich für ein dauerhaftes Dicksein erwärmen, so sehr ich es auch versuche.

Hm, und nun?

Nun ist klar, dass der Willen mitmachen muss, er muss die Sehnsucht und die Vernunft in die Welt bringen, die Welt beeinflussen, so dass ich mich auf das zu bewege, was Herz und Kopf so dringend wünschen.

Was blockiert dich, Willen?

‚Ich habe wenig Hoffnung, dass ich es schaffen kann.‘

Warum?

‚Weil ich so vieles nicht geschafft habe.‘

Und was ist mit all dem, was du geschafft hast?

‚Zum Beispiel?‘

Zum Beispiel fünf Mal schwanger zu sein, fünf Kinder großzuziehen, jahrzehntelang zu trainieren, kochen, stricken, nähen. Das hast du gewollt und du hast es gemacht. Und wenn ich weiter nachdenken würde, würden mir noch unzählige Beispiele einfallen.

‚Ja, das stimmt. Ich bekomme richtig Lust Ja zu sagen. Ja, ich will. Ich will mein natürliches Gewicht. Ich will meine Kraft zurück. Ich will wieder fit sein. Ich habe mich das lange nicht getraut zu wollen.

Weil es irgendwie verboten war. Und gefährlich. Und anstengend. Aber heute ist das gar nicht mehr so. Ich muss mich nicht kasteien, übergehen, und zwingen. Ich werde bei Nichterreichen nicht bestraft, es dauert nur ein wenig länger, ich versuche es einfach weiter, und korrigiere was mir im Weg steht. Und es ist auch nicht verboten dünn sein zu wollen.‘