Hungerskala

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Gestern stolperte ich über etwas. Sie schrieb etwas von einer Entscheidung treffen ob wir bis 5 oder 7 essen. Da stutzte ich. Ich schaute in ihrer Hungerskala nach, und sie stuft 5 als gerade satt ein, 7 aber schon als leicht zu viel. Soweit gut. 6 wäre ja dann auch noch ok.

Bei meinen Recherchen stieß ich auf eine Seite, die alle möglichen Hungerskalen vergleicht, die es im amerikanischen Raum so gibt. Und dort stehen auch solche Sachen wie: Zum Abnehmen bis 5 essen, zum Gewicht halten bis 6, zum Beispiel. Ob 5 oder 6 oder welche Zahl das nun ist, ist ja nicht relevant, sondern dass übereinstimmend gesagt wird, um abzunehmen essen bis wir gerade satt sind, wenn wir gut satt werden, behalten wir das Gewicht und wenn wir zu viel essen nehmen wir zu.

Das rückt für mich die Dinge wieder gerade, denn die einzige Zeit in der ich abgenommen habe, gut abgenommen, da habe ich nur bis 5, maximal 5,5 gegessen. Bis 7 essen, was teilweise für mich auch schon zu schwer ist, besonders am Abend, würde ja ein Halten des Gewichts bedeuten.

Ich nehme damit nicht ab. Das hat mich schon lange frustriert. Aber klar, eigentlich logisch, dass es eine andere Menge Essen braucht um das Gewicht zu halten als abzunehmen. Egal auf welche Art man es anstrebt, Gewichtsverlust bleibt ein Rechenbeispiel. Und wenn ich also mit 7 mein Gewicht halte, ist es mehr als logisch, dass ich zum Abnehmen nur bis 5 oder 6 essen kann, damit es funktioniert.

Ach ja, und ebenfalls eine entscheidende Rolle spielt der Zeitpunkt des Essens, hungrig bin ich bei 3 oder 4, aber wenn ich abnehmen will sollte das Essen erst bei 3 beginnen und nicht schon bei 4. Das wäre wieder Gewicht halten.

Mein Körper geht in starke Resonanz dazu. Tief innen, weiß ich dass es so stimmt, auf jeden Fall für mich. Die Erfahrung hat es mir gezeigt. Bis 7 essen oder bei 4 essen führt bei mir zu keinem Gewichtsverlust. Deswegen habe ich nicht abgenommen, obwohl ich dachte keinen Essanfall zu haben (bis 7 eben). Deswegen habe ich auch zugenommen, wenn ich bis 8 gegessen habe, auch wenn ich immer warte bis ich wieder Hunger habe, aber erstens ist 8 einfach zu viel und zweitens ist bei 4 essen zu früh. Zum Abnehmen wohlgemerkt.

Das ist völlig klar, dass es etwas ganz anderes ist, wenn es ums Gewicht halten geht. Wie bei den dicken Dünnen.

Ich spüre schon lange Zeit, dass für mich etwas nicht stimmt an diesem Hungerskala-Gesamtsystem, bin ich froh, dass es sich nun absolut stimmig anfühlt.

Bleibt nur die Enttäuschung, dass es eben nicht ganz so einfach ist. Denn bis 3 warten ist für mich kein Problem, achten muss ich trotzdem darauf. Aber bis 5 oder maximal 6 zu essen, das ist eine echte Herausforderung. Obwohl ich da deutlich keinen Hunger mehr habe. Müsste ja völlig in Ordnung sein. Ist es aber nicht. Schon das Aufschreiben fühlt sich nach darben an. Und trotzdem weiß ein Teil ganz genau, dass das der richtige Weg für mich ist, ein weiterer Stolperstein ist aus dem Weg geräumt.

Bin gespannt wie sich das entwickelt. Nach dem Frühstück bin ich schon auf 7, merke ich gerade. Kein Wunder dass ich nicht abnehme.

4 Gedanken zu „Hungerskala

  1. Hallo CK,

    ich glaube das die Hungerskala überbewertet wird. Ich esse meistens erst bei 1 oder 2 auf der Hungerskala. Das liegt bei mir dann meistens an dem Stopp-Rhytmus. Ich kann dann einfach nicht aufstehen und mich um das Essen kümmern.

    So schaffe ich es an den Tagen in denen ich nicht arbeite, max. 2x schaffe etwas zu essen. Ich mag es gerne bis 7 zu essen. 8 ist mir zuviel. Aber es liegen dann oft 8-10 Stunden zwischen den Mahlzeiten. Hinzukommt, dass ich schon oft bemerkt habe, dass sich die Hungerskala sehr verändert. Ich habe aber bei mir bemerkt, dass es statt der Hungerskala, viel wichtiger ist zu schauen, was ich essen will. Wenn ich nicht esse was summt, sondern da vielleicht das eine oder andere Auge zu drücke und mich auch selber austrickse, dann fühle ich mich auch körperlich unwohler.

    Ich glaube, dass die Hungerskala ganz ganz wichtig ist, wenn man beginnt überhaupt seinen Hunger und die Hungergefühle kennenlernt und aus den emotionalen Essen rauskommen und den Suchtstrukturen entfliehen will. Es hilft zu schauen wo man ist. Es ist wichtig die Hungerskala dann mehr und mehr im Fokus zu haben, auch um eine Orientierung zu haben. Wenn man allerdings schon lange Zeit damit arbeitet, ist es wichtig die Hungerskala immer wieder im Blick zu haben und zu schauen, verändert sie sich eventuell auch. Meine jetztige 7 war früher ein 5 und eine 8 fühl sich jetzt an, wie eine 10 mit ganz viel Plus.

    Nach vielen Jahren Hungerskala, reicht mir jetzt ein ich bin satt, selbst bei emotionalem Essen geht dann nichts mehr rein.

    Viele liebe Grüsse
    Himmelszauber

    PS Dein Blog ist wunderschön

  2. Du hast sicher recht. Die Hungerskala habe ich zum besseren Verständnis rein geschrieben. Für mich gibt es auch nur hungrig und satt, aber eben auch ein wenig hungrig und satt, aber es hat noch etwas Platz.

    Und da ich versuche herauszufinden, wie ich mich selbst austrickse, hilft mir das sehr mir bewusst zu machen, dass ich, damit meine ich nur mich, nicht abnehme wenn ich jedes Mal esse bis nichts mehr in den Magen passt (7). Bei mir liegen auch außer nachts nie 8-10 Stunden zwischen den Mahlzeiten.

    Ich glaube auch da ist jeder verschieden. Ist ja logisch.

    Danke Dir.

    • Ich bin gerade verwirrt, was das Physiologische am Abnehmen betrifft. Muss man eigentlich nur weniger als bisher essen, um abzunehmen, oder weniger, als man verbraucht?

  3. Ich meine weniger als man verbraucht. Das kann nicht anders sein.

    Das ändert nichts daran, dass wir praktisch nicht wissen können wie viel wir jetzt wirklich verbrauchen, da gibt es so viel individuelle Faktoren.

    Wenn der Körper aber das Gewicht loswerden will, dann wird er auch weniger essen wollen, denke ich mir so.

    Für mich war aber die Frage, was ist der Setpoint meines Körpers? Wie nimmt er ab? Ohne Zählen von was auch immer.
    Und da ist für mich essen bis ich gut satt bin nicht zielführend. Oder ich definiere meine 7 falsch. Keine Ahnung.

    Aber mein Körper nimmt nur ab, wenn ich aufhöre zu essen, wenn noch etwas Platz im Magen ist. So ähnlich wie die östlichen Lehren es sagen.

    Aber genau da ist für mich die Grenze. Ich lasse erst los vom Essen, wenn kein Krümelchen mehr Platz hat.

    Na ja. Ein weites Feld

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