Ein gackerndes Huhn zu sein ist auch ok

Heute ist viel Angst da. Dieser unsichere Kindergeburtstag macht mir schwer zu schaffen.

Den ganzen Tag war ich im Widerstand, merke ich erst jetzt, ich wollte es nicht haben, ich wollte nicht von solch einer tatsächlich völlig unbedeutenden Sache derart nachhaltig aus der Bahn geworfen werden.

Immer wieder konnte ich mich mit der Sehnsuchtsmutter verbinden, und hatte Trost und Mitgefühl für mich. Nach kurzer Zeit falle ich wieder raus, immer und immer wieder lande ich im Strudel.

Es ist aber nicht überwältigend, zu einem gewissen Teil kann ich mir beistehen. Trotzdem ist da Widerstand.

Zufällig stoße ich auf folgenden Artikel, das ist genau das was ich brauche, sie spricht mir aus der Seele, oder anders, ich stehe genau an dem Punkt an dem ich diese Worte richtig gut brauchen kann, sie beruhigen mich und bestärken mich. Klären manches noch auf und machen das Bild vollständiger. Absolut auf meiner Wellenlänge. Wie toll, tatsächlich, das Leben liebt mich, es führt mich zu dem was ich brauche.

Sofort wird mir klar, was bei mir los ist. Ich will den Zustand konservieren oder immer wieder herstellen, in dem ich nicht in einer Schleife hänge. Aber das kann nicht sein, ich werde immer wieder in irgendwelchen Schleifen hängen, so ist es. Wie dort beschrieben, auch Buddha wurde nach seiner Erleuchtung weiterhin vom Dämon Mara (von seinen Schattenseiten) aufgesucht, nur kämpfte er jetzt nicht mehr gegen ihn, er trank Tee mit ihm! Wie geil ist das denn! Diese kleine Anekdote ist mir doch tatsächlich bisher noch nicht untergekommen, oder vielleicht doch, aber ich habe sie überlesen, weil ich für die Information noch nicht bereit war.

Jeder braucht etwas anderes, muss einen anderen Weg gehen, und manche Informationen können veraltet sein (für die jeweilige Person) oder auch zu früh kommen. Das weiß ich schon lange, aber nun lese ich es, das bestärkt.

Es geht nicht darum in einem völlig unidentifizierten Zustand der immerwährenden Glückseligkeit zu verharren, sondern sich immer mehr auszudehnen und alles zu integrieren. Ok, bekannt, nur was ich gerne immer wieder ausblende, ich dass der Schatten, der Strudel, der Dämon Mara bis in alle Ewigkeiten vorbeischauen wird. Ich hoffe ja immer, das war’s, den habe ich vertrieben. Und schon ist er wieder da.

Ich kann wieder lächeln, die Welle ist mal wieder vorbeigegangen, kaum akzeptiert man ihre Existenz, schon schwindet sie. Ein ewiges Paradoxon.

Und noch eine Information habe ich bekommen, dreimal habe ich heute in unterschiedlichen Zusammenhängen gelesen, dass es darum geht der Freude zu folgen, dem was wir uns wünschen, was uns gut fühlen lässt, eine Qualität die in unserer Zeit wenig unterstützt wird, wo eher eine abergläubische Furcht vor zu viel Freude herrscht (bei mir auf jeden Fall). Und die Freude wird uns auch mit den Schwierigkeiten bekannt machen, mir dem was geheilt werden möchte.

Das bedeutet für mich, dass der Sehnsucht zu folgen genau dazu passt, aber auch dass dieser Weg eben auch nicht frei von Schwierigkeiten sein wird, wie doof aber auch!

In diesem Artikel steht auch noch etwas schönes, dass die Seele heil in uns ist, ihr Licht aber von all den Schatten der Biographie verschmutzt ist, wie dreckige Fenster, die das Licht abhalten. Im Laufe des Saubermachens scheint das Licht von alleine immer mehr durch, man sieht die sauberen und die schmutzigen Stellen. Wenn alles noch vollständig verschmutzt ist, dann können wir das Licht nicht sehen, das passt so gut zu meiner Erfahrung, die so lange nicht verstand von welchem Licht, oder Liebe oder Wohlgefühl alle nur sprechen. Aber ich musste nur so unglaublich viel aufräumen und putzen.

Und jetzt sehe ich einen Strahl in all dem Schmutz, dadurch sieht alles neu aus, Schatten und Licht werden für mich sichtbar.

Deswegen kann ich zu diesem Zeitpunkt des Weges erst etwas mit all den Hilfen anfangen, die die Verbindung zur Liebe stärken. Vorher konnte ich keinen einzigen Strahl erkennen, womit sollte ich mich auch verbinden?

Aber nur putzen ohne die Helligkeit zu genießen war irgendwann auch nicht mehr genug, und ich wurde zum nächsten geführt. Ich staune ehrfürchtig vor der Brillanz des Universums.

Und wenn manche Praktiken wie z. Bsp. Affirmationen mir noch völlig absurd vorkommen, dann ist an dieser Stelle noch viel Schmutz auf dem Fenster. Ich kann dann etwas Positives, Wohlwollendes noch nicht glauben, weil ich den negativen Gegenstimmen viel mehr glaube. Ich bin gespannt wie sich das entwickelt. Wie aufregend!

Heute habe ich es für eine kurze zeit wirklich fühlen können. Als ich diesen Artikel fand, der genau das behandelte womit ich mich gerade beschäftige, da wusste ich: Das Leben liebt mich, es unterstützt mich und führt mich.

Ansonsten flattere ich heute nur so durch meinen Alltag, die Anspannung und die Aufgeregtheit sind soll da. Ich erinnere mich selbst an ein aufgeregt gackerndes Huhn. Warum auch nicht? Ich kann doch auch mal ein Huhn sein, ein ganz aufgeregtes. So ist es heute eben.

Ich blicke liebevoll lächelnd auf mich. Und amüsiere mich über diesen ganzen irren Film. Ganz großes Theater.

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